Die ersten Betonwände stehen schon: Seit April wird auf dem Baufeld im Süden des ZfP-Geländes bereits gebaut. Am Dienstag folgte der offizielle Spatenstich mit Vertretern der am Bau beteiligten Firmen.
Ralf Rosbach, Direktor für Pflege und Teilhabe am ZfP Reichenau, erläuterte, dass die neue Landesheimbauverordnung den Ausschlag für den Neubau gegeben hat. Sie gibt den neuen Standard für Pflegeheime vor. Demnach soll es beispielsweise keine Mehrbett- oder Doppelzimmer mehr geben.
Im ersten Schritt war das Pflegeheim in Haus 23 umstrukturiert worden. Das Gebäude ist aus den 1980er-Jahren und war ursprünglich auf Vierbett-Zimmer ausgelegt. Diese wurden zunächst als Zweibett- und Einzelzimmer eingerichtet.
Aktuell gibt es dort zwei Wohngruppen mit jeweils 32 Plätzen. „Momentan leben bei uns Menschen mit Störungen auf engstem Raum“, sagte Rosbach. Das sei für alle herausfordernd. „Wir freuen uns, dass wir die Situation entzerren und die Bewohner:innen besser clustern können.“
Einzelzimmer für alle Bewohner:innen
Das neue Gebäude wird zwar nicht mehr Betreuungsplätze bieten, doch sie sollen anders aufgeteilt werden. Zum einen bekommen alle Bewohner:innen Einzelzimmer mit eigener Sanitäreinheit, zum anderen werden die Wohngruppen kleiner. Geplant sind vier Wohngruppen mit 16 Plätzen. Zwei der Wohngruppen werden beschützt geführt, zwei offen geführt. Zusätzlich werden zwei bis vier Ersatzzimmer eingerichtet, um Belegungsschwankungen ausgleichen zu können. Freie Ersatzzimmer können auch von Angehörigen, die Bewohner:innen besuchen, genutzt werden.
Das zweigeschossige Haus wird knapp 100 Meter lang und umfasst mehrere Innenhöfe. Durch eine zweischalige Massivbauweise wird der Energiebedarf des Gebäudes möglichst gering gehalten. Das Flachdach wird außerdem mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.